Salbenstand und Verhütungsmittel vicus

unguentariae taverna

Ornatrix bei der Arbeit Mit dem Militär verbreitete sich die römische Lebensart im gesamten Mittelmeerraum und den Nordprovinzen. Die daraus resultierende materielle Kultur wie Keramik, Metallgegenstände, Glas, Kunstwerke aus Steine und hin- und wieder Freskomalereien können heute in Museen bestaunt werden.

Dagegen bleibt dem Laien häufig die Welt der Gerüche und Farben verschlossen.

Im Bereich der Zivildarstellung der Legio XXII Primigenia werden daher unter anderem auf die kosmetischen Künste der Römerinnen und Römer(!) Bezug genommen. Darunter fallen sowohl Parfumöle und –Salben als auch die Schminke. In Vorführungen wird die Herstellung von Parfums und Schönheitssalben gezeigt und auch die Schminktechnik der griechischen/ römischen Frau vermittelt.

Die verschiedenen Rohstoffe für das Make-up Bei der Herstellung der Kosmetika werden natürlich schriftliche und archäologische Quellen herangezogen, nach denen die entsprechenden Produkte reproduziert werden. Auch in diesem Bereich wird auf das möglichst nahe Herankommen an das Original Wert gelegt. Natürlich kann man die Salben, Öle und Kosmetika auch selbst ausprobieren, um einen geruchsintensiven Eindruck der Antike zu erhalten. Die Verwendung von Kosmetika war auch in der Antike vornehmlich eine Sache für Frauen (es gibt Ausnahmen !).

Ähnlich verhielt es sich auch mit der Empfängnisverhütung, die jede Frau betraf und mit der sich wahrscheinlich somit jede Frau in der antiken Welt auseinander setzen musste. Neben den Kosmetika, wobei hier die Grenzen zwischen reinen Verschönerungsmitteln und Medizin fließend sind, soll auch dieses Belang der Frau in Augenschein genommen werden können. Es werden einige gängige Verhütungsprodukte der Antike vorgestellt, wovon sich jeder ein eigenes Bild von der Wirksamkeit machen kann.


Autor:Silke Burst
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